Toolkit: Zukunftswerkstatt Digital

Die Zukunftswerkstatt ist eine beliebte Methode in der Jugendbeteiligungspraxis. Mit digitalen Methoden wird sie noch vielfältiger!

Die Methode der Zukunftswerkstatt wurde u.a. vom Zukunftsforscher Robert Jungk entwickelt, um mit neuen und kreativen Ideen Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu erarbeiten.

Menschen sollen dabei aktiv die Planung ihrer eigene Zukunft in die Hand nehmen. Die Betroffenen selbst werden in die Zukunftswerkstatt einbezogen und erschließen sich so ihre eigenen neuen Handlungsspielräume.

Die Methode eignet sich im Grundsatz für alle Altersstufen, von Kindern bis zu Senior*innen, und für Menschen jeglicher Bildungshintergründe. Eine zielgruppenangepasste Durchführung der Methode braucht Vorbereitung und Betreuung durch erfahrene Moderator*innen.

Die Kernphasen der Zukunftswerkstatt sind Mecker-, Fantasie- und Praxisphase. Man findet auch andere Bezeichnung dafür. Die einzelnen Phasen werden in den Klapptexten unterhalb der Grafik detaillierter beschrieben.

Ausführlichere Informationen zur Methode der Zukunftswerkstatt können u.a. bei der Jungk Bibliothek oder der Methodendatenbank des Deutschen Kinderhilfswerks nachgelesen werden.

Toolkit: Zukunftswerkstatt (Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 4.0)
Toolkit: Zukunftswerkstatt (Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 4.0)

Achtung! Wir stellen Ihnen hier methodische Ansätze vor. Wenn Sie konkrete Tools nutzen, dann achten Sie bitte auf die Datenschutzbestimmungen der einzelnen Anwendungen und das Alter Ihrer Zielgruppe. Erste Hinweise zum Umgang mit der EU-Datenschutzgrundverordnung finden Sie in der Artikelserie von jugend.beteiligen.jetzt.

Wir danken den Teilnehmer*innen der Digitalisierungswerkstatt am 30. und 31. Mai 2018 in Berlin.

Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 3.0 DE

 Vor der Durchführung der eigentlichen Zukunftswerkstatt sollte diese beworben und die Zielgruppe eingeladen werden. Je nach Kontext ist der Kreis der Personen sehr genau bestimmt und überschaubar, z. B. im Jugendverband oder Verein... Mehr erfahren.

 

Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 3.0 DE

 Die Meckerphase wird auch Kritikphase genannt. In ihr geht es darum, die aktuellen Herausforderungen zu erkennen und – falls notwendig – Kritik und Unmut an der aktuellen Situation zu äußern... Mehr erfahren.

Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 3.0 DE

In der Fantasie- oder auch Wunsch- und Traumphase soll und darf gesponnen und die Kreativität voll ausgeschöpft werden.

Ausgehend von der Meckerphase werden die kritischen Punkte ins Positive gekehrt und mögliche Ziele für die Zukunft definiert. In dieser Phase gelten keine Beschränkungen in Bezug auf Umsetzbarkeit der Ideen, nichts ist unmöglich... Mehr erfahren.

Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 3.0 DE

Erst in dieser Phase, die auch Realisierungs- oder Strategiephase genannt wird, werden die neuen Ideen und Lösungsansätze aus der Fantasiephase auf ihre Umsetzbarkeit geprüft und ggf. angepasst. Die Teilnehmenden bestimmen selbst, welche Ideen sie weiter bearbeiten wollen und welche ihnen am wichtigsten sind... Mehr erfahren.

Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 3.0 DE

Die Ideen sind ausgewählt, präsentiert und erste Handlungsschritte sind bestimmt. Hier endet die klassische Zukunftswerkstatt. In dieser zusätzlichen Phase geht es um die konkrete Umsetzung der Ideen und das kollaborative Weiterarbeiten. Diese Tools finden Anwendung, wenn die Ergebnisse nicht nur Entscheidungsträger*innen übergeben werden, sondern die Teilnehmenden direkt selbst auch an der Umsetzung ihrer Lösungen mitwirken können bzw. wollen. Mehr erfahren.