Zielgruppe erreichen

Das Toolkit Jugendparlamente zeigt, wie die Jugendgremien dank digitaler Tools über Distanzen hinweg zusammenarbeiten, jugendgerechte Öffentlichkeitsarbeit machen und Jugendliche über den Teilnehmendenkreis des Jugendparlaments hinaus erreicht werden können.

Jugendparlamente leben insbesondere davon, dass Jugendliche von der Arbeit im JuPa erfahren und Lust bekommen mitzumachen. Deshalb macht es nur Sinn Kommunikationskanäle zur Öffentlichkeitsarbeit zu bespielen, die auch von Jugendlichen genutzt werden, da diese sonst nicht oder nur schwierig erreicht werden. Natürlich sollten Jugendliche bei der Übernahme der Social-Media-Kanäle und einer eigenen Webseite beteiligt werden.

Tool-Kit: Jugendparlamente (Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 4.0)
Tool-Kit: Jugendparlamente (Grafik: Katharina Bluhm, CC BY 4.0)

Um Jugendliche für das Engagement im Jugendgremium zu erreichen, eignet sich die verstärkte Nutzung von digitalen Medien. Dabei bietet es sich an, in Online-Veröffentlichungen sowie auf analogen Flyern und Plakaten mit gleichem Layout zu arbeiten. QR-Codes auf Flyern oder Postern eignen sich gut, um analoge und digitale Kanäle zu verbinden.

Jugendliche sollten eingebunden werden bei der Wahl der richtigen Medien für die gewählte Zielgruppe. 

Die Mitglieder des Jugendparlaments können die sozialen Netzwerke selbst bespielen, Werbung machen und einen Blick hinter die Kulissen geben. So wird sichergestellt, dass die Sprache der Gleichaltrigen gesprochen wird. Jugendliche müssen so auch nicht über ihre privaten Profile Angelegenheiten des Jugendparlamentes (kurz: JuPa) klären, sondern können sich gemeinsam die Arbeit auf dem JuPa-Kanal teilen.

Wenn die Mitglieder die Kanäle nicht langfristig, sondern lieber punktuell bespielen wollen, kann das etwa anlässlich von Events geschehen. Dabei sollte es natürlich darum gehen, welche Events die Jugendlichen spannend finden und nicht, zu welchen Terminen sich Erwachsene Social-Media-Berichterstattung wünschen.

Denkbar ist auch ein so genanntes „Takeover“-Format, bei denen die Mitglieder nach und nach in den Vordergrund treten und z. B. eine Woche oder einen Tag auf dem Profil des Jugendparlaments abbilden. So entstehen zahlreiche Instagram-Stories, die dann auf dem Profil des Jugendparlaments gespeichert werden und abrufbar bleiben.

Grundsätzlich gilt natürlich, dass Jugendliche darüber (mit-)entscheiden sollten, ob die zu bespielenden Kanäle Instagram, Twitter, Snapchat oder ganz andere sind.

Die Mitglieder füllen und kreieren als Redaktionsgruppe gemeinsam Inhalte für die Website des Jugendparlaments. Auf diese Weise kann Öffentlichkeit unabhängig von sozialen Netzwerken hergestellt werden. Jugendliche Perspektiven werden sicht- und hörbar. Aus der eigenen Arbeit im JuPa kann langfristig berichtet werden. Auf der eigenen Website ist die Mischung verschiedener Medienformate (Text, Bild, Video und Audio) möglich.

Es können zudem Antworten von politischer Entscheidungsebene veröffentlicht werden, genauso wie z. B. eigene Sitzungsprotokolle.

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